Forstwert-Bestockung
Forstwert-Bestockung nennt einen pauschalen mittleren Bestockungswert, welcher eine durchschnittliche Wertgrößenordnung für Waldbäume bzw. die forstliche Bestockung unter dem Gesichtspunkt von Kosten und Erlösen der Holzproduktion darstellt. Unter insgesamt 10 Wirtschaftsbaumarten - Nebenbaumarten müssen zugeordnet werden - ergibt sich in Abhängigkeit vom Alter jeweils ein mittlerer Bestockungswert bei durchschnittlichen Hiebsbedingungen (Kostenseite) sowie über alle Wuchsverhältnisse bzw. Bonitäten1 bestehenden normalen Verteilung preislich stark differierender Holzsortimente (Erlösseite).
PreiseDer mittlere Bestockungswert eignet sich besonders für Kunden, die zunächst auf eine aufwändigere Erhebung weiterer individueller Wertparameter verzichten möchten und eine überschlägliche, pauschale Wertvorstellung für den Baumbestand eines Waldes auf Basis durchschnittlicher, aktueller Tabellenwerte benötigen.
Vergleichsweise erreicht im mittleren Altersbereich ein individuell berechneter Bestockungswert bei guten Wuchsverhältnissen (viel Niederschläge, genügend Bodenwasser und Nährstoffe) leicht das Doppelte gegenüber mäßigen Standortsvoraussetzungen (exponierte Lagen mit knapper Wasser- und Nährstoffversorgung). Liegen beim Bewertungsobjekt forstliche Wuchsverhältnisse vor, die stark von normalen Verhältnissen abweichen, wären diese Parameter über die Forstwert-Wertberechnung mit dem Bestandeseinzelwert zu kalkulieren. Gleiches gilt für das Vorkommen besonders guter oder schlechter Holzqualitäten und einfache oder schwierige Hiebsbedingungen, für deren Einstufung forstfachliche Kenntnisse notwendig sind.
Zusammen mit einem Waldbodenwert kann bereits der mittlere Bestockungswert das normale Wertpotential der forstlichen Bestockung den üblichen lokalen Waldpreisen gegenüberstellen und die Preisfindung wertmäßig absichern helfen.
1 Bonitäten sind ein Ausdruck für die Massen- und Dimensionsleistung bei Baumbeständen
